Sonntag, 13. Juli 2014

Gestatten, mein Name ist Luke - Teil 1

Ich gebe es neidlos zu:
Sollte es in diesem kleinen Blog einen Star geben,
dann ist es zweifelsfrei unser Kater.
Das reibe ich ihm natürlich nicht unter die Nase.
Er benimmt sich ohnehin wie'ne Hollywood-Diva.

Nun möchte ich ihm allerdings Raum geben,
sich vorzustellen, damit Ihr zukünftig wisst,
mit wem wir es hier zu tun haben.

Also Vorhang auf
und Bühne frei,
für den einzigen Vierbeiner des Hauses.


"Gestatten, mein Name ist Luke.

Benannt wurde ich nach einem Herrn Namens Skywalker.
Das ist jetzt schon 11 oder 12 Sommer her.
Aufgewachsen bin ich drei Haustüren weiter,
bei einem Menschenpärchen,
das jetzt nicht mehr dort lebt.
Das Menschenmännchen war mein Namensgeber.
Ein eingefleischter Science Fiction Fan.
Brummelig, etwas verschroben, nett.
Sogar liebevoll,
vor allem gegenüber seinem Menschenweibchen,
MEINEM Menschenweibchen.
SIE hab ich mir ausgesucht und erzogen.
Eigentlich wollte sie einen Stubenkater aus mir machen.
Den Zahn hab ich ihr schnell gezogen.
Das war nicht ganz leicht...
... wir schliefen und fraßen in der obersten Etage
eines vielfach bewohnten Hauses.
Also nahm ich den Weg vom Balkon aus,
über die Dächer nach draußen.
Das raubte meinem Menschenweibchen regelmäßig
den letzten Nerv, sie gab nach und
ließ mich täglich in den Hinterhof.
Mein Revier.
Mein Revier ist ganz beachtlich für einen
Großstadtkater, wie ich einer bin.
Umgeben von Häusern und Gärten,
liegt in der Mitte ein Sportplatz mit
zwei Fußballfeldern und ein Schulhof.
Das Menschenvorkommen dort
ist demnach recht überschaubar.
Wenn sie kommen, veranstalten sie hinreichend Lärm.
Selbst die Kaninchen wissen,
wann es Zeit wird zu verschwinden.
Ich hatte an meinem Leben also im Grunde nichts auszusetzen
( wenn man davon absieht, dass ich wie ein Hund auf Pfiffe
und Rufe hören musste, um wieder in die Wohnung gelassen zu werden ).
Doch dann ging alles ganz schnell.
Mein Menschenweibchen wurde krank.
Schlimm krank.
Und obwohl sie noch längst keine Greisin war
und mich eigentlich locker hätte überleben sollen,
starb sie vor mir.
Das Menschenmännchen blieb mit mir allein zurück.
Ich vermisste das Weibchen,
ließ es ihn spüren.
Er vermisste sie ebenfalls,
musste an sie denken, sobald er mich ansah.
Wir konnten dort nicht bleiben.
IHN hielt hier gar nichts mehr...
... aber ICH
... hab doch hier mein Revier!"


Schöne Zeit !

;O)

Luke

1 Kommentar:

  1. nicht daß ich die Geschichte nicht schon kennen würde, zumindest so die Eckdaten, aber von Luke selbst erzählt klingt sie nochmal ganz anders....

    hallo, Luke !! *wink*

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