Sonntag, 12. Mai 2019

12 von 12 im Mai 2019

12 von 12
und rechtzeitig dran gedacht.
Also los geht's.



Ich trage Thermosocken unter zwei Sofadecken, bei 23 Grad Raumtemperatur.
Wir schlussfolgern: gesund ist anders.
Die Nase sitzt zu, aber der Husten lockert sich.
Fieber hab ich keins mehr, also was?
Ist doch alles supi.
Ging mir schon lange nicht mehr so gut.
Wenn ich jetzt aufpasse und mich nicht übernehme,
könnte ich schon in einer Woche beschwerdefrei sein.
Nach drei Wochen Krankheit,
klingt das nach einer echten Option.
Beim Käffchen lese ich viel Zeug über die Gartenteiche anderer Leute.







Ich kann nicht mehr sitzen, 
muss mich ein bisschen bewegen,
irgendwas stupides tun.
 Ein bisschen Haushalt.


Mittagessen vorbereiten...






Den nächsten Kaffee und das Frühstück gibt es im Kinderzimmer.
Gatte und Kind sitzen im Wohnzimmer vor der Glotze,
die Geräuschkulisse kann ich gerade nicht ertragen,
es knackt beim Schlucken manchmal so komisch in meinen Ohren.
Seltsamerweise ist das Kinderzimmer immer wärmer,
als das Schlafzimmer genau nebenan.
Deshalb hier.
Natürlich nur mit Decke.






Irgendwo, hinter den schmerzenden Nasennebenhöhlen,
regt sich ein Gedanke
und verschafft sich Gehör.
Wenn heute Sonntag ist...
ist wahrscheinlich morgen Montag...
und dann braucht das Kind seine Kampfsportklamotten.
Sie kurz vor dem Training
schmutzig und verknubbelt aus der Wäsche zu ziehen, gilt nicht.
Deshalb ergebe ich mich,
schmeiße eine Maschine an 
und hisse auf dem Balkon die weiße Fahne.






Ich kann nicht mehr.
Spontaner Schlafanfall.
Bleibe einfach auf dem Sofa.
Schön hier.
Der Gatte schleicht zwischendurch mal um mich herum,
sonst höre ich nur seine Maus und Computertastatur,
das Kind ist in seiner Höhle verschwunden,
Schläfchen.





Heute bleibt die Küche eiskalt.
Wochenende,
Erdbeerzeit,
Vitamine an Vanilleeis und Sahne.




Ich packe meine Siebensachen...






... und wandere aus.
In der Sonne ist es erstmal schön warm.
Leider ziehen schnell immer mehr Wolken auf
und es wird wieder frisch.
Schade.






Nur noch eben ein Foto vom Essen schießen....
und eins zur Sicherheit, falls es die Augen zu hat...
Das ist übrigens ein selbst erfundenes Restegericht.
Gulaschreste werden jetzt immer eingefroren,
um sie irgendwann mit Nudeln zu mischen
und zu überbacken.





Nein! 
Noch kein Tatort!
In meinem rechten Auge ist ein Äderchen geplatzt
und das Weiße sieht nun schwer nach Gelbsucht aus.
Ganz, ganz großartig.
Übermorgen muss ich zum Elternsprechtag.
Laufe ich da also nicht nur verquollen und mit schnupfenroter Schnapsnase,
sondern auch gleich mit Blötschauge auf.
 Man will ja einen bleibenden Eindruck hinterlassen,
nicht wahr?




-Symbolbild-


Gleich vielleicht doch noch Tatort.
Vielleicht auch sofort ins Bett.
Das entscheidet meine Kondition ganz spontan.
 Ach so...
Muttertag...

Ja ja.

Ich wünsche Euch auch einen schönen gehabt zu haben,
falls Ihr eine Mutter seid
und Wert drauf legt.

So oder so,
wünsche ich Euch eine tolle Zeit!

;O)

Mari


Mehr 12 von 12 gibt's bei Caro von
zu sehen.
Vielen Dank,
für's Sammeln.

Mittwoch, 8. Mai 2019

Kalte Füße, heiße Stirn

Willkommen zu einer neuen Folge:

Spaß mit grippalen Infekten!

In der dritten Woche befassen wir uns ausführlich 
mit dem Klassiker unter den Grippesymptomen,
dem Schnupfen.

Ich kann Euch versichern:
er zieht alle Register.
Seit Montag läuft die Nase.
Auf sämtlichen Mülleimern wachsen binnen weniger Stunden
weiße Zellstoffkronen
und die Wucht meiner Nieser erinnert,
an Schuss und Rückschlag einer abgeschnittenen Schrotflinte.
Hier wird durch den Mund geatmet.
Ein kleines Fieberchen gesellt sich hin und wieder hinzu.
Ich bin also in bester Gesellschaft.
 Es ist herrlich.
Das meine ich ernst.
Nach diesen fürchterlichen Halsschmerzen und Hustenattacken, ist
so ein profaner Schnupfen, mit Scheißegaltemperatur,
wie Urlaub auf dem Bauernhof.
Bis die Tage.


Schöne Zeit!

;O)

Mari




Dienstag, 7. Mai 2019

Frühling lässt seinen blauen Brief ...


Wieder flattern durch die Lüfte ...


Tach, Zusammen.

Oh ja,
es ist wahr.
Freitag flatterte Post ins Hause Mariönkes.
Die Schule hat gepetzt.
Das Kind erbringt, in einem seiner Hauptfächer,
derzeit keine ausreichende Leistung.
Der erste blaue Brief.
Kurzes, innerliches Rätselraten,
bevor der Gatte den Umschlag aufreißt...
Was wird drin stehen?
Wo liegen seine Schwächen?
Mathe? Kann nicht sein.
Latein? Weiß man noch nicht...
 
Weit gefehlt.
Das Kind wurde in Deutsch gemahnt.
In DEUTSCH!
"Da krisse doch die Motten!",
wie man hier so schön sagt,
wenn einem vor lauter Entrüstung
aber auch so gar nichts Gescheites mehr einfällt.
 
Mal überlegen...
Ja, die erste Arbeit war eine 4.
Interpretation von Gedichten.
Ist nicht so, als hätte er da geistige Gülle geliefert,
doch einen Deutschaufsatz verfasst man nicht in Spiegelstrichen
oder mit einem Leseverweis auf das,
was man im Text freundlicherweise
ganz deutlich, dick und blau unterstrichen hat.
Das weiß das Kind,
es interessiert ihn aber nicht wirklich,
dieses Geschwafel und Schöngerede.
Das Wissen ist in eine sachliche
und möglichst übersichtliche Aufzählung zu packen, fertig.
Geht auch viel schneller.

Na gut.
"Mut zur Lücke" kann man mal machen,
sollte man sich aber vorher gut überlegen,
denn nach der "Lücke"
muss auch wieder was kommen.
Sonst bleibt das keine Lücke,
das wird ein Loch.
Zum Beispiel,
wenn nach den Gedichten,
die Erörterung dran kommt.
 Ich nenne das hier Erörterung.
Die Kinder schreiben und analysieren "Diskussionen".
Auch da wieder:
Spiegelstriche, Pro und Kontra, kein Problem.
Aber die gesammelten Argumente nun 
in einen spannenden Dialog packen
und den ganzen Driss aufschreiben?
Wozu?
 Vor den Osterferien hat das Kind gefehlt und
diese zweite Deutscharbeit deshalb gar nicht mitgeschrieben.
 Seit wann mahnt man denn wegen einer 4?

"Wie sieht's in Deutsch mündlich aus? Meldest du dich?"
 
"Nicht wirklich... 
(Aha!
So wird ein Schuh draus...)
aber Deutsch ist auch gerade das langweiligste Fach überhaupt..."
 
Ich bin mir sicher,
das hat er die Deutschlehrerin auch deutlich spüren lassen.
Ganz ohne Worte.
Das kann der.

Zumindest weiß ich jetzt,
was ich auf dem Elternsprechtag zu hören kriege.
Was das angeht,
bin ich der Deutschlehrerin also vermutlich einen Schritt voraus, denn:
 
Es wäre hilfreich gewesen,
wenn sie die blauen Briefe mal angesprochen hätte.
Beim Kind.
 Herrgottnochmal,
der Kerl ist doch kein abgebrühtes Stück Desinteresse,
dem seine Versetzung am Allerwertesten vorbei geht.
Weil das Kind mit Panik reagierte,
mussten wir Eltern hier
schwierige Deeskalation leisten.
Schwierig deshalb, weil auch wir nicht mehr genau wussten,
was dieser Brief heutzutage für Konsequenzen hat
und auch nicht,
wann man denn überhaupt sitzen bleibt.
Woher und wozu auch?
Die schlechtesten Noten auf dem Halbjahreszeugnis waren 3er.
Warum sollte das Kind da Versetzungsangst haben?
 "Echt jetzt??? Ich komm' nicht in die 7. Klasse??? Wegen DEUTSCH???"
Es brauchte einiges an Recherche,
bevor ich antworten konnte:
 
"Möglich.
Falls du es in Deutsch auf eine 5 im Zeugnis ankommen lässt
und du auch in Mathe oder Englisch nicht wenigstens eine 3 hast,
bleibst du sitzen.
Die erste Englischarbeit war eine 3,
Mathe 3 und 2,
es könnte im Notfall klappen...
Hast du denn vor,
auf deiner 5 in Deutsch zu bleiben?"
 
"F*ck, Nein!"

Na dann...

Heute schreibt er die Deutscharbeit nach
und macht einen Termin für den Elternsprechtag.
 
 
Bleibt spannend und...

... Gott, bin ich froh,
dass ich das hinter mir habe.
Für kein Geld der Welt 
würde ich mit ihm tauschen wollen.




Schöne Zeit!

;O)

Mari
 
 


Mittwoch, 1. Mai 2019

War was? - Nach Ostern - 01.05.2019

 Tach Zusammen.

Die letzte Woche war nicht meine stärkste
und (Achtung, Spoiler!) die kommende wird es auch nicht.
Nein, nein,
ich war nicht untätig.
Im Gegenteil.
Ich war rund um die Uhr beschäftigt.
Ich musste:

vermeiden 
absagen
verschieben
stillhalten
abwarten
aushalten

Eis essen
Salbeitee trinken
Ingwer kauen
Tabletten schlucken
Tabletten lutschen
Klappe halten
Schlaf ersehnen

Sonst bekomme ich immer Fieber.
Dann kann ich mich ins Bett legen,
schlafen,
die Welt machen lassen,
mich wundern, wie schnell die Zeit vergeht
und nach hundert Nickerchen,
 unter dem Traumschleier hindurch,
wieder in die Realität zurück krabbeln.

Diesmal nicht.
Ohne das gnädige Fieber,
fühlt sich die vergangene Woche,
 wie eine Ewigkeit an.
Bloß nicht hinlegen,
denn dann geht es wieder los.
Bisher habe ich auch keinen Schnupfen.
Ich habe Hals und Husten
und das raubt mir dermaßen viel Kraft...
 ...Also hocke ich hier, in meiner Höhle
und warte ab.

Ja, gut.
Das klingt jetzt doch etwas zu sehr nach Melodram,
(Aber ein bisschen Selbstmitleid wird doch wohl noch erlaubt sein!)
schlagen wir mal andere Töne an.

Von Husten und Jammern begleitet,
ereigneten sich in der vergangenen Woche noch folgende Dinge:




Kinderfront:
Das Kind hat sein Vorhaben in die Tat umgesetzt
und jeden Tag ein bisschen Latein und Mathe geübt.
Das ist gut.
Die Lateinarbeit war gestern,
er glaubt,
er hat sie verhauen.
Das...
verstehe ich nicht.
Das Kind auch nicht.
"Ich mache in Latein auch immer voll gut mit!"
Er kann Texte nahezu fehlerfrei übersetzen,
das heißt: er erkennt Fälle, Satzglieder, Vokabeln, Formen, Endungen.
Im Grammatikteil der Arbeiten,
wenn einzelne Wörter aus dem Zusammenhang gerissen werden,
läuft es anfänglich noch gut 
und dann wirkt es so,
als hätte er, auf der Suche nach der richtigen Antwort,
bereits sämtliche Schubladen im Hirnkasten geöffnet
und wüsste nicht mehr, 
wo er weiter suchen soll.
Da fehlt eine klare Struktur und
Abgrenzung zum restlichen Wissen.
 Naja.
Warten wir es ab und dann
hören wir mal, 
welchen Eindruck der Fachmann in der Schule hat.
Wisst Ihr,...
wenn sich das Kind (erneut, sowas kommt hier bisweilen vor)
nur an der Form der Aufgabenstellung stößt
und nicht merkt, dass allumfassende Sinnfragen 
in der Grammatik nicht hilfreich sind,
... ja, dann hat er vielleicht einfach mal Pech gehabt
und sofern er sich keinen klaren Lösungsweg draufschrauben kann,
muss er mit schlechteren Noten leben.
Liegt dem Ganzen jedoch ein Verständnisproblem zugrunde,
muss man da schleunigst nacharbeiten.
Ich finde den Knackpunkt leider nicht,
da bin ich mit meinem Latein am Ende.




 Pumpenfront

Die Pumpe funktioniert,
ich habe Wasser im Garten
und kann das Fischbecken auffüllen.
(Seitdem regnet es regelmäßig. Klar, ne?)
Meinem Vorsatz, zum Einbautermin nicht anwesend zu sein,
bin ich nicht ganz treu geblieben.
Ihr erinnert Euch?
Ich bin krank.
Stattdessen habe ich dem arbeitendem Volk einen großen,
zeitlichen Vorsprung gelassen
und bin erst in den Garten gegangen,
als ich Wasser aus dem Hahn spritzen sah.
Nach dem dezenten Hinweis:
"Kommt mir nicht zu nah,
wenn ihr nicht die Seuche kriegen wollt...",
hatte ich meine Ruhe
und konnte mich schnell wieder zurückziehen.
 So weit, so doof,
denn nun hat sich heraus gestellt:
Der Druckbehälter ist undicht.
Das war bekannt
und wurde lange so hingenommen,
doch ich fürchte,
dass sich das Leck vergrößert hat.
Die Wasserabläufe funktionieren auch nicht richtig.
Tja.
Da kommt noch was auf die Vermieterin zu,
denn so geht das nicht.





(Unter)wasserfront

"Klar war das Wasser wirklich noch nie,
aber so duster habe ich das nicht in Erinnerung...",
meinte die Vermieterin.
Ich bin da mittlerweile etwas entspannter.
Das Riedgras treibt grüne Spitzen.
Eine meiner Wasserpflanzen
ist, in den zwei Wochen,
die sie nun im Teich steht,
immens gewachsen.
Die Blätter unter der Wasseroberfläche sehen aus,
wie Möhrengrün...
oder Dill... 



Sie bildet die ersten Schwimmblätter
und wenn man sie in den frühen Abendstunden beobachtet,
steigen kleine Sauerstoffbläschen auf.
Das bedeutet wohl,
dass das Wasser mit Sauerstoff gesättigt ist.
Soweit mein derzeitiger Kenntnisstand...
Die Plörre perlt.
Hö.




Im tieferen Bereich tauchen die Blätter einer Seerose auf.
Ob das jetzt die Teichrose ist, die ich eingesetzt habe,
kann ich gar nicht sagen.
Die Stelle käme nur ungefähr hin.
Ich frage sie täglich:
"Ja, was willst du denn mal werden, wenn du groß bist?",
aber sie antwortet mir nicht.
Will es wohl spannend machen.
Diva.



Perlen tut sie auch nicht.
Pff.
 
Den Goldfischen geht es gut.
Wir haben diesen angebrochenen Eimer Fischfutter,
also füttern wir sie auch weiter.
Sie haben gelernt:
wenn die Umwälzpumpe aus geht
und das Wasser aufhört zu sprudeln,
kommt jemand und wirft Fressbares in den Teich.
Ich möchte sie nicht als "doof" bezeichnen,
was weiß ich schon vom Leben als Goldfisch,
doch vom Beckenrand aus wirken sie ...
ähm ...
kognitiv eher simpel strukturiert.
Will sagen:
Man kann Goldfische mit geringstem Aufwand
herrlich verarschen.
Und das täglich auf's Neue.
Man stellt sich einfach ein paar Sekunden lang an den Rand
und tritt dann ein paar Schritte zurück.
Die Viecher fühlen sich sofort gefüttert und
schnappen nach allem,
was so auf der Wasseroberfläche schwimmt:
Apfelbaumblüten,
Löwenzahnsamen,
nur, um das Zeug sofort wieder angewidert auszuspucken.
Dieses gierige Schnappen ist jedoch nicht,
was mich belustigt.
Um Blödheit zu beobachten,
muss man sich keine Goldfische anschaffen.
Da reicht ein Blick in den Spiegel.
Ich bin fasziniert von der wütenden Reaktion,
die auf das falsche Futter folgt.
Sie schlagen mit der Schwanzflosse aufs Wasser
und tauchen im blitzschnellen Zickzack ab.
Diese kleinen Fischköppe regen sich doch tatsächlich
über ihre eigene Blödheit auf!
So kann's gehen.
Da sucht man Trieb und Schlüsselreiz
und findet Selbstbewusstsein.
Widda watt dazugelernt.

Dem Reiher geht's auch gut.


Naja, den Umständen entsprechend...
Immerhin füttern wir die Fische.
Die ganz große Leuchte ist das Tier aber auch nicht.
Fällt auf seine eigene Strategie rein:
wer sich nicht bewegt, wird unsichtbar.
Wenn man also ganz still im Lehnstuhl sitzt und liest,
bemerkt er einen so lange nicht,
bis man umblättern muss.
Ob ihn diese Situation peinlich berührt oder verärgert hat,
kann ich jedoch nicht sagen.
Zwei Tage später musste ich vom Küchenfenster aus beobachten,
wie er von einer größenwahnsinnigen Dohle vertrieben wurde.
Noch bevor er landen konnte,
griff sie ihn in einer Tour von oben, im Sturzflug, an.
So kann's auch gehen.
Da erwartet man Anmut, Stolz und Würde
und findet nur ein weiteres, verzweifeltes Geschöpf,
das ständig Ärger mit den Nachbarn hat.




Gartenfront

Während ich allabendlich Goldfische geärgert,
Blubberbläschen bestaunt
und darauf gewartet habe, dass der Teich voll gelaufen ist,
konnte ich auch ein paar winzige Handgriffe im Garten machen.
Wirklich winzig.
Bin krank, ne?








Positiv bleibt zu bemerken:
Die Bepflanzung im Terrassenbau ist angegangen
und außerdem
hielt das frisch bepflanzte Beet einem mächtigen Gewitterplatzregen stand.


Der Kampf gegen die Bodenerosion ist gewonnen.
Heureka!



Ferienfront

Das Kind war mal einen Nachmittag bei einem Schulkollegen,
dann schellte der Kumpel irgendwann auch mal an
und die beiden verschwanden nach draußen.

Weil das Kind nicht zur Schule musste,
konnte es auch mit mir am Donnerstagmorgen,
kurz vor acht,
in einer langen Einkaufswagenschlange,
vor den noch geschlossenen Türen eines bekannten Discounters, stehen.
Angebotstag.
Mutter und Sohn
jagen einen Grill.
Das Kind war mein Ass im Ärmel,
er ist klein und wendig.
So ergatterten wir den letzten
von sage und schreibe fünf! Grills.
Vater und Sohn 
bauten ihn einen ganzen Nachmittag lang zusammen.
 Wir sind nun also stolze Besitzer eines
(eventuell nur leicht überdimensionierten) Gasgrills.
Die Wetterfrösche hatten für heute den sonnigsten Tag der Woche angesagt,
deshalb wird das Schätzchen heute Abend eingeweiht.
Sonne hin oder her,
hier gab es nämlich bisher nur morgendlichen Niederrheinnebel
und trübe Stille.
Außerdem können wir uns Zeit lassen,
denn die Abokarten für's Theater,
die uns Tantchen und Cousine wegen ihrer Urlaubsreise überlassen haben,
können wir nicht einlösen.
Also, ich nicht, weil
- langsam wird's langweilig -
krank
und der Gatte möchte nicht ohne mich,
mit jemand anderem oder
wasauchimmer.
Im Garten ausgiebig zu grillen, zieht da offensichtlich mehr.
 Ich frage gleich nochmal bei den Nachbarn nach,
vielleicht will ja einer von denen.
Sonst ist es halt, wie es ist.

 Am letzten Freitag brachen Vater und Sohn 
zu ihrer diesjährigen Osterreise auf.


 Diesmal nur von Freitag bis Sonntag,
denn es ging nicht wieder nach Berlin,
sondern in die Weltstadt

Trrrrrrrrrrrommelwirbel 


Paderborn!


Tsching!


Grobe Urlaubsplanung
Freitag: Kino
Samstag: Nixdorf Museum
Sonntag: Rundgang durch's Städtchen, zeitige Heimfahrt.
Vor allem aber:
keine Mutter weit und breit.
Das sorgt für Entspannung.
Und das Frühstück ist auch anders.



 Entspannung auf beiden Seiten, muss ich gestehen.
Ich habe in der Strohwitwenzeit so viel Fernsehen geguckt,
wie schon ewig nicht mehr.
(Bin ja krank, ne?)
Ich fing mit Deadpool an und machte
(um beim Thema zu bleiben)
mit den X-Men und Wolverine
in möglichst chronologischer Reihenfolge weiter.
Mir fehlt nur noch "Logan"
aber den hat der Gatte auch noch nicht gesehen.





Vonne Arbeit

Eigentlich bin ich ja krank.
Das hatte ich in einem Nebensatz ja schon mal fallen lassen, oder?
Aber.
Es gab Samstagmorgen niemanden,
der den Laden hätte aufschließen können.
Ich muss sagen:
Frisch gedopt,
hielt ich das zunächst für gar kein Problem,
doch bereits um elf,
als mich die Chefin ablösen konnte,
machte ich drei Kreuzzeichen
und mich schleunigst auf den Heimweg.
Natürlich regnete es und ich kam 
-trotz Schirm -
nass und durchgefroren Zuhause an.
Eine dekadent ausgedehnte, heiße Dusche war die einzige Möglichkeit,
mich wieder auf Betriebstemperatur zu kriegen.
 Bereit für's Sofa...



Tja.
So war das hier.
Bin krank, ne?



Schöne Zeit!

;O)

Mari


 

Dienstag, 30. April 2019

Krankenverordnung

Neue Regel im Hause Mariönkes.

Wer so schlimmes Halsweh hat,
dass ihm beim Schlucken
die Tränen in die Augen schießen,
der darf so viel Eis essen, wie er möchte
und neben der Portionsgröße,
auch Zeitpunkt und Häufigkeit
frei wählen.
Howgh - Ich habe gesprochen.
Nicht laut, denn die Stimme ist weg,
aber bestimmt.
Und wem das nicht passt,
dem huste ich einen.
So.

Schöne Zeit!

;0)

Mari