Montag, 16. Juli 2018

Wer suchet...

Zwei Jahre lang liegt der Geocaching Roman für Kinder hier schon rum.
Oder sogar drei?
Bin nicht sicher.
Auf jeden Fall habe ich ihn schon zu gefühlt unzähligen Ferien herausgekramt
und dem Kind kredenzt.
Bisher vergeblich.
Doch in diesem Jahr passte es endlich.
Letzte Woche angefangen,
abends immer ein Kapitel vorgelesen.
Gemeinsam gelernt,
gemeinsam gerätselt.
"Das fühlt sich jetzt schon an, wie Ferien!"
Schatzsucherapp auf mein Handy geladen.
Strahlende Augen beim Anblick der Karte im Netz.
Wiedererkennen der Orte.
"Ich weiß,  wo das ist!!!"
Heute dann sofort Erfolg gehabt.
Ein wirklich netter Kindercache.
Gestaunt, wie Bolle gefreut,
ins Logbuch eingetragen.
Wir waren gut vorbereitet,
wir konnten etwas aus dem Cache tauschen.
Einen weiteren, traditionellen Cache aber auch
beim zweiten Anlauf nicht finden können.
Wir sind uns einig:
Wir kommen uns noch ziemlich blöd vor,
heimlich und betont unauffällig
am Straßenrand nach werweißwas zu suchen.
Es ist,
als suche man den richtigen Busch,
hinter den man sich zum Pinkeln setzen will.
Der nächste Cache liegt nicht ganz so auf dem Präsentierteller.
Wir werden üben.
Aber heute....
erstmal feddich.

Gute Nacht!

;0)

Mari


Mittwoch, 11. Juli 2018

Endspurt

Energiegeladen,
hochmotiviert,
vor Vorfreude funkensprühend,
mit kraftvollen Schritten,
wachen Blickes und Verstandes,
begrüßen wir den Morgen jedes einzelnen Tages
dieser letzten Schulwoche...

...sobald wir es geschafft haben,
das Kind auszugraben.

Noch zwei Tage.
Es reicht.
Wirklich.

Samstag, 7. Juli 2018

82 Jahre

Der Samstag nach ihrem Geburtstag.
Heute feiern wir meine Mom.
Um 5:15 Uhr schellt mein Wecker.
Heute keine Zeit, großartig Käffchen zu trinken.
Sofort unter die Dusche.
Ein Blech Käsekuchen mit Aprikosen backen.
Während der Kuchen im Ofen ist,
Gemüse für den
den Reissalat fertig schnibbeln.
Den Jungs auch gleich Brötchen aufbacken,
Spülmaschine anschmeißen,
Umziehklamotten packen,
um 8 wacht das Kind auf,
Guten Morgen und Tschüss.
Bestelltes Brot beim Bäcker abholen,
mit Öpnv zu Mom.
Die Jungs kommen später mit Salat,  Kuchen und Auto nach.
Frühstück mit Mom.
Die Nichte kommt zum helfen dazu.
Die Gäste kommen um 13 Uhr.
Heute insgesamt 11 Stunden Geburtstagsvor- und Nachbereitungen. Eindecken, Essen auffahren, abräumen, Bowle mixen, spülen, Essen verräumen. Kaffee kochen, Kuchen schneiden undundund keine Lust mehr hier weiter zu machen.
Die Jungs werden am frühen Abend
vom Cousinchen Zuhause abgesetzt.
Ich behalte das Auto.
Geschirr verräumen, immer wieder spülen, Möbel richtig rücken
und wasweißichnichtnochalles.
Gegen 22:30 Zuhause,
Gatte und Kind noch Gute Nacht gewünscht.
Ich fühle mich,
als hätte ich eine lange Autobahnstrecke hinter mir.
Offenbar bin ich sie gelaufen.
Meinen Füßen nach zu urteilen...
Ein Wimmelbild vielleicht noch.
Oder doch noch die Spielkonsole einschalten?
Schlafen kann ich jetzt noch nicht.
Es war...
anstrengend.
Ja.
Und schön.
Gesellig.
Sogar die Zimmergenossin aus Moms Reha war da.
Mein Cousin hat seine Mutter chauffiert.
Eine Cousine kam mit Mann,
ihre Schwester mit der Mutter,
meine Schwiegereltern waren da
(Die treffen sich mit meiner Mom regelmäßig zum Kartenkloppen.),
Bruder und Schwägerin
(die sich um alles rund um den Gartentisch kümmerten und dafür sorgten,
dass der bestellte Leberkäse rechtzeitig an Land kan)
Meine Nichte (Die tapfer den ganzen Tag mit angepackt hat )
und ihr Freund
( Nochmal Glückwunsch zum bestandenen Meister, fleißiger Kerl),
der Gatte und das Kind,
das sich artig durch die Gegend schicken ließ,
auf Zuruf Getränke besorgte
und Botengänge übernahm.
Gleich ist der Tag rum.
Vielleicht doch schlafen gehen?
Mal sehen.

Gute Nacht!

;0)

Mari

Mittwoch, 4. Juli 2018

Schweinehunde, innere

Blanker Nerv.
Explosionsgefahr.
Wisst Ihr, was mich wirklich, ehrlich, richtig und bis ins Mark stresst?
Hitze?
Nope.
To-Do-Listen bei Hitze?
Nein.
Moms Geburtstagsplanung?
Non.
Hin- und Herfahren, Einkaufszettel abarbeiten und aktualisieren?
Neeee.
Räumen, waschen, Feudel schwingen in zwei Haushalten?
Auf keinen Fall.
Was mich inmitten dieses Gewusels völlig fertig macht,
ist ein Kind,
das aus der Schule kommt,
sich dort die meiste Zeit gelangweilt hat,
keine Hausaufgaben machen muss
und ab da nur noch von einem einzigen Gedanken beherrscht wird:
Wie verkaufe ich meiner Mutter glaubwürdig,
dass ich heute das Rudertraining schwänzen muss?
Er spricht es nicht aus
aber ich sehe, was er tut.
Er putzt sich demonstrativ 8x hintereinander die Nase.
Er stöhnt ausgiebig wegen der Hitze.
( Hier in der Wohnung sind es jetzt gerade entspannte 24 Grad)
Er klagt über Kopfschmerzen,
bis ich ihm rate, die Spielkonsole einfach auszuschalten.
Er lacht, quatscht und kreischt beim Onlinespiel mit seinen Kumpels,
sobald er mit mir spricht,
wird er wehleidig und wortkarg. 
Ich ignoriere all seine Bemühungen,
innerlich bin ich schon lange auf 180.
Dann, kurz vor knapp, weil ja gar nichts hilft,
zieht er das letzte Register:
"Mama, mir fällt gerade ein...
ich kann heute gar nicht zum Rudern gehen....
Morgen ist doch der Sporttag in der Schule
und da darf ich keinen Muskelkater haben..."
*entschuldigendmitdenSchulternzuck*
Ich muss wie ein Pferd geglotzt haben.
Ich wusste einfach nicht,
ob ich hysterisch lachen, herumbrüllen oder ihn einfach sofort erwürgen sollte.
Ihn über's Knie zu legen, hätte mir in diesem Moment besonders gut getan
und meinen innerlichen Gärprozess zu einem fulminanten Abschluss verholfen.
Blöd, dass das Kind überhaupt nicht mitbekommen hatte,
dass ich schon den ganzen Nachmittag einen stillen, erbitterten Kampf
gegen SEINEN inneren Schweinehund führte.
Deshalb kam nur irgendwas leises, drohendes aus mir raus.
"Vergiss es. Mach dich fertig...."

"Ok!"

?

Und plötzlich konnte er wieder schwatzen, lachen, Witze reißen,
mir erzählen, welches Boot er am liebsten heute fahren würde
und strahlend zum Bus marschieren.

Und ich?
Ich muss das hier aufschreiben,
weil MIR keiner sagt:
Hör einfach auf zu quengeln und MACH WEITER!
Mein eigener Schweinehund liegt gerade auf der Couch,
entfusselt sich den Bauchnabel
und lacht sich schlapp.
Muss jetzt nochmal los.
Einkaufslistenblablabla...
Schnauf.


Schöne Zeit!

;O)

Mari

Freitag, 29. Juni 2018

Körperkunstbettwäschestempeltechnik

Das Kind,...
... das lebende Abziehbild.

*seufz*



Schöne Zeit! 

;0)

Mari