Donnerstag, 1. Dezember 2016

Tagebuch-Titelbild 01.12.16


Alltag.
Immer wieder wunderbar.
Harhar...
Ich wache mit denselben Halsschmerzen auf,
mit denen ich gestern schlafen ging.
Der Unterschied:
Der Gatte ist nicht da.
Gestern ausgeflogen, Dienstreise.
Auch mit Halsschmerzen.




Also auf, fertig machen, Kind zur Schule peitschen,
vorher erstes "Törchen" öffnen,
einkaufen.
Ich möchte so schnell wie möglich wieder zurück sein.
Die Kälte hat mir gestern nicht gut getan.


 Hausflur putzen


Große Pause: dem Kind Schmerzmittel hinterhertragen.
Auf dem Schulweg tat der Knickfuß wieder unerhört weh.


Ich finde überall Waffen ...
Wäsche waschen


Also beim Baumschmücken müssen wir dieses Jahr aufpassen.
Ich habe die obligatorische Kugel des Jahres bereits zerdeppert.





Kaffee
mit aufgeschäumter Milch.
Kann mir zufällig mal jemand verraten, warum sich
meine Sojamilch plötzlich nicht mehr aufschäumen lässt?
Ist doch Beschiss!
Ich telefoniere noch mit meiner Mutter,
dann breche ich zusammen.
Schlafen.
Fieber steigt.
Kind kommt nach Hause,
zum Glück gibt es noch Reste vom gestrigen Abendessen.
Hausaufgaben,
üben,
dann wieder Couch.




 Ingwertee, Ingwerwurzel zum knabbern gegen Halsschmerzen,
Taschentücher, Buch und das alles im Jogginganzug.
War an sich ne gute Idee, find ich.

Der Gatte hat derweil seinen Arbeitstag hinter sich gebracht und
nutzt die Zeit bis zum Heimflug.
Kulturprogramm im Museum...
 

 Ich bin ein wenig eifersüchtig und sage ihm,
er möge mir Spock doch bitte mitbringen.

Kind hockt sich vor die Playstation,
dann schellt das Telefon.
Rufnummer unbekannt.
Ich höre fürchterliches Schreien, Kreischen, Weinen.
Erst halte ich das für einen Scherzanruf,
denke noch:
Ach, sowas gibt es noch?
Doch dann erkenne ich die Stimme des Grundschulkumpels.
Er führt sich auf, 
als stünde der Leibhaftige hinter ihm.
Ich muss ihn erstmal anmotzen,
er solle tief durchatmen und sich beruhigen,
ich verstehe nämlich kein Wort.
Wo bist du?
Zuhause.
Warum weinst du?
(Die Sirene legt wieder los...)
Ich blute, ich blute und keiner ist Zuhause!!!!
Wo blutest du?
Mein Finger mein Finger!!!!
Was ist passiert.
Ich bluuuuute!!!! Der Legostein!!!! Der ging nicht ab!!!!
Mein Fingernagel!!!!
-autsch-
Du gehst jetzt in die Küche und holst dir ein Küchentuch.
heul
Bist du in der Küche?
heul
Was?
Bist du in der Küche?
Warum?
Hol dir ein Küchentuch, wickel das um den Finger und
drück es feste drauf, damit es aufhört zu bluten!
Küchenpapier?
Ja.
Ok.
-kram-
(Ich fuchtel mit dem freien Arm rum, der Sohn versteht und
 hat sich schon mal in Schuhe und Jacke geschmissen.
Kurz drauf  ist auf dem Weg nach draußen. Ich bin da noch nicht so weit...
... Jogginganzug...)
Du bleibst jetzt in der Küche und guckst aus dem Fenster. Der Grundschulsohn kommt zu dir. Ich komme gleich nach. Ich stelle den Hörer mal laut. Wo ist deine Schwester?
Noch in der Schule.
Deine Mama arbeitet heute, das weiß ich. Wann kommt Papa?
Ich blute, Mari, ich blute !!!! Das ist so viel!!!
Am Finger blutet man immer viel. Stell dir vor:
da fließt Blut rein und muss auch wieder zurück.
Egal wo man sich da verletzt, das blutet stark.
Welcher Finger blutet überhaupt?
Der Daumen.
Unterm Nagel?
Ja! Erst hat das nur weh getan, dann wurde das heiß und rot und dann....
... Ich bluuuute!!!! 
Drückst du das Küchenpapier drauf? 
Ich kann nicht!
Warum nicht?
Ich hab doch das Telefon in der Hand...!
Öhm... Wir legen auf, ich zieh mich an, bringe Verbandszeug mit und dann
sehen wir weiter. In Odnung?
Ok.




Dass Kinder manchmal übertreiben, war mir klar.
ETWAS mehr Blut hätte ich allerdings schon erwartet.
Ich wickle ihm einen dramatisch wirkenden Pflasterverband um den Daumen,
lasse ihm den Grundschulsohn zur Beruhigung da
und hau wieder ab.
Ich geh am Stock.
Wäsche muss noch aufgehängt werden.
Die Kinder melden sich, der Papa ist nur 10 Minuten nach mir eingetrudelt.
Wollen aber noch zusammen bleiben.
Abendessen machen
Kind wieder abholen, mittlerweile ist es dunkel.
Kind zum Duschen nötigen.
Abendessen.
Hähnchen, auf vielfachen Wunsch eines Einzelnen.
Noch ein bisschen Kopfrechnen,
Zähneputzen,
ab ins Bett.
Und dann kommt der Gatte doch noch,
bevor das Kind eingeschlafen ist.
Mr. Spock konnte er mir nicht mitbringen.
Das finde ich sehr enttäuschend.
Allerdings...
...kam er mit gebührendem Ersatz nach Hause.

"Kennen Sie Tribble?"


Wir haben jetzt einen.

:D


bnkljihoijnvm lkklnnnnnnnnnnnnnnnnn

*mit dem Kopf auf der Tastatur eingeschlafen*

Gute Nacht

und

Schöne Zeit !

;O)

Mari



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