Freitag, 26. Juni 2015

Am Rande des Wahnsinns

Die letzte Schulwoche,
die Nerven liegen blank.
Kurze Lunten,
schnelle Explosionen,
verhärtete Fronten.
Streit.
Knallende Türen,
harte, wütende, laute Worte.
Verweigerungen,
Verbote,
Verdruss.
Vorhaltungen,
Bevormundungen,
Brett vor'm Kopf.
Jedes Wort wird im Mund herumgedreht
und dann auf die Goldwaage gelegt.
 Kind auf Kriegspfad,
Mutter ist die Bestie.
Und immer schnell, schnell.
Schnell anziehen, fertigmachen, gehen.
Schnell wiederkommen, schnell essen, schnell Hausaufgaben,
schnell weiter, schnell streiten, schnell treiben, schnell heimkehren,
schnell Abendbrot, schnell schlafen.
Schnell, schnell.
Weißes Kaninchen.
Keine Zeit, keine Zeit.
Am Rande des Wahnsinns
beginnen die Sommerferien.
S o m m e r f e r i e n
6 Wochen.
Sechs !!!
Fluch aller Eltern mit Schulkindern.
6 Wochen !!!!
Heute,
der letzte Schultag.
Plötzlich ist die Hatz vorbei.
Kinder bummeln nach Hause.
Eine Mutter und zwei Kumpel,
Gelächter am Tisch.
Opas Kartenspiel,
 ein Ball,
eine Decke,
Albernheiten.
"Mein Name ist ... und ich wohne ... ",
wie klingt das mit der dicksten Erdbeere im Mund?
Eis auf dem Balkon.
Buntstifte.
Ein gemeinsames Bild.
Ferien.
6 Wochen lang.
Was für'n Segen.
Hoffnungsschimmer,
Entschleuniger,
wohlige Aussicht,
wie eine warme Dusche.
Wir werden's uns schön machen.
Und gut gehen lassen.

Schöne Zeit !

;O)

Mari








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